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Sonntag, 5. September 2010, 15 Uhr, im b-05 Kunst- und Kulturzentrum Montabaur. Johann Sebastian Bach, Das wohltemperierte Klavier, Teil I. 24 Präludien und Fugen in 12 Dur- und 12 Molltonarten, in 48 verschiedenen Klangfarben bearbeitet und gespielt am elektronisches Tasteninstrument von Prof. Arnd Dolge. Programm | ||
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Präludium C-Dur Clavicembalo |
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So, wie es zu Zeiten Bachs Klang. |
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Fuge C-Dur Orgel |
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Orgelpositiv, ein Positiv ist eine einmanualige Orgel mit wenigen Registern und ohne oder nur mit angehängtem Pedal. |
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Präludium c-Moll E-Gitarre |
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Warum nicht ganz fetzig jung-modern, das Stück verträgt es. |
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Fuge c-Moll Blockflöte |
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Zu dieser wohlgeformten und klar gegliederten Fuge ist die Blockflöte das geeignete Instrument. |
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Präludium Cis-Dur Vibraphon |
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Lebendig und flüssig kommt das Präludium auf diesem Instrument daher und besticht mit seinem Glitzern |
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Fuge Cis-Dur Fagott |
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Der große Tonumfang des Fagotts mit seinem sauber umrissenen Ton zeichnet die Linien dieser schnellen Fuge ausgezeichnet. |
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Präludium cis-Moll Violoncelli |
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Nachdenklichkeit in weichen dunklen Tönen in Vorbereitung auf die folgende Fuge, deren 1.Thema ein Kreuz darstellt. |
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Fuge cis-Moll Tuba |
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Der Gang zum Kreuz ist in dieser Fuge mit seiner Trauer und Hoffnung hörbar. |
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Präludium D-Dur Fingered Bass |
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Schwingende Bässe mit schnellen leichten Figuren geben ausgelassene jugendliche Fröhlichkeit kund. |
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Fuge D-Dur Posaune |
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Eine Bläser-Ouvertüre für große Feierlichkeiten. |
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Präludium d-Moll Banjo |
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Hü hopp, wenn Banjo, Fiddle und Mandoline darauf los galoppieren. |
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Fuge d-Moll Okarina |
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Experten nehmen an, Okarinas seien über 12.000 Jahre alt, waren in allen alten Hochkulturen vertreten und wurden etwa bereits von den Maya, Inka und Azteken gespielt. |
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Präludium Es-Dur |
Fantasie |
Eine elektronisch erzeugter Fantasieklang |
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Fuge Es-Dur Tenorsaxophon |
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Männlich, kräftig, lebendig und selbstbewusst charakterisiert sich diese Fuge mit diesem Instrument. |
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Präludium es-Moll Koto |
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Poetisch, gedankenvoll, vornehm und respektvoll erklang von den Frauen der gehobenen Gesellschaft gespielt die Koto-Musik im alten Japan. |
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Fuge es-Moll Shakuhachi |
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Zum Ende des 16. bis zum 19. Jahrhundert wurde die Shakuhachi zum Instrument der Fuke-shû, einer Sekte ehemaliger Samurai und bildete den Mittelpunkt von Meditationsübungen. |
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Präludium E-Dur Waldhorn |
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Immer wieder verbindet sich das Waldhorn mit dem fröhlichen Jagdleben. So wird dieses Präludium mit diesem Instrument in seiner heiteren Stimmung noch verstärkt. |
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Fuge E-Dur Gitarre mit Stahlsaiten |
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Virtuos erklingt diese schnelle Fuge mit den Stahlsaiten der Gitarre. |
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Präludium e-Moll Panflöte |
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Der Hirtengott Pan gab ihr den Namen. Nach der Sage wollte Pan eine Nymphe zur Frau nehmen. Als diese ihn ablehnte, wurde sie von einer schützenden Gottheit in ein Schilfrohr verzaubert. Aus Kummer schnitt sich Pan aus diesem eine Panflöte. |
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Fuge e-Moll Streicherpizzicato |
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Wer denkt beim Pizzicato der Streicher nicht an Tschaikowskys „Schwanensee“. Bach sicher nicht! |
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Präludium F-Dur E-Piano |
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Ein leichtes bewegliches Präludium, man könnte versucht sein, einen sprudelnden Bach voll von Forellen zu sehen. |
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Fuge F-Dur Sopransaxophon |
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Gemütlich und zufrieden kommt die Fuge daher. Die netten jungen Leute ziehen im leuchtenden Abendrot durchs schöne Tal. |
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Präludium f-Moll Gitarre mit Nylonsaiten |
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Ein Stück, zu dessen klangvoller Stimmung der satte Klang der Darmsaiten (nunmehr Nylon) recht gut passt. |
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Fuge f-Moll Synthetische Stimme |
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Das Mysteriöse dieser Fuge wird gut betont durch den unrealistischen Charakter der synthetischen Stimme. |
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Präludium Fis-Dur Sitar |
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Klingt das Stück am Cembalo, selbst am Klavier schon hell und silbrig, wird der helle Widerschein durch den Klang der indischen Sitar überhöht. |
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Fuge Fis-Dur Pfeife |
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Fugen gepfiffen, wenn man es kann, ist sehr, sehr reizvoll und wohl jeder wird beim Zuhören gut gelaunt. |
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Präludium fis-Moll Jazzgitarre |
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Ein schnelles Stück, aufregend, aufwühlend und stark im Charakter, passend zum harten Sound der Jazzgitarre. |
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Fuge fis-Moll Baritonsaxophon |
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Manchmal ein behäbiges doch äußert ausdrucksvolles Instrument passend zum Thema und den schmerzlich klagenden Figuren der Fuge. |
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Präludium G-Dur Shamisen |
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Shamisen ist ein Theaterinstrument Japans. Außerdem gehörte es für eine Geisha zum guten Ton, das Spiel auf dem Shamisen zu beherrschen. |
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Fuge G-Dur Shanai |
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Ein indisches Blasinstrument der Schalmeienfamilie, Oboe und Fagott ähnlich. |
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Präludium g-Moll Harfe |
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Ruhig zelebrierend, fast wie eine Begleitung zu elegischem Gesang. |
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Fuge g-Moll Honky-tonk |
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Lustige Westernatmosphäre mit einem alten verstimmten Klavier in einer verrufenen Kneipe. |
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Präludium As-Dur Music Box |
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Hier gibt es ein Schmuckkästchen mit Musik! |
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Fuge As-Dur Harmonium |
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Der Ton wird durch verschieden lange Durchschlagzungen erzeugt, die von Luft umströmt in Schwingung versetzt werden. Unharmonische Obertöne erzeugen einen etwas rauen Klang. |
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Präludium gis-Moll Schlagbass |
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Spanische Tänzer tanzen dieses würdevolle Präludium mit seiner Fuge. |
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Fuge gis-Moll |
Schlagbass 2 |
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Präludium A-Dur Trompete |
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Eine helle, freudige Tonart, so recht für den brillanten Trompetenklang. |
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Fuge A-Dur Oboe |
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Die Oboe ist immer wieder zum plastischen Zeichnen feiner polyphoner Linien geeignet. |
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Präludium a-Moll Kalimba |
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oder Daumenklavier genannt ist ein fast 1000 Jahre altes Musikinstrument aus Afrika. |
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Fuge a-Moll Glasharmonika |
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Eine große dramatische Orgelfuge mit Glasharmonika, eine Brücke zur Volkstümlichkeit?! |
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Präludium B-Dur Harpsichord |
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Das Instrument der „Tastenvirtuosen“ des Barocks. |
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Fuge B-Dur Klarinette |
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Eine gemütliche und beschauliche Fuge, voll im Klarinettenensemble zu genießen. |
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Präludium b-Moll |
Synthetische Stimmen |
Eine geheimnisvolle tragische Stimmung mit diesen entrückenden Klängen. |
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Fuge b-Moll |
Synthetische Bläser |
Noch verhaltener ist die Stimmung hier durch den Bläsercharakter. |
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Präludium H-Dur Santur |
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Der Santur ist eine Art Hackbrett, die in der persischen bzw. im iranischen Hochland und indischen Kunstmusik gespielt wird. |
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Fuge H-Dur Mundharmonika |
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Die Mundharmonika gibt heimelnde Stimmung beim Abklingen des Tages. |
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Präludium h-Moll Bass & lead |
Klangfarbe des Synthesizer |
Nun gehen bald Alle nach Haus. |
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Fuge h-Moll Kirchenorgel |
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Die Königin der Instrumente zeigt das Werk zusammenfassend im Thema der Fuge, alle 12 Töne sind hintereinander aufgereiht ohne sich zu wiederholen. |
Die 24 Präludien und Fugen sind von Bach unter anderem als eine Realisation der temperierten Stimmung konzipiert, einer Neuerung seiner Zeit, die es ermöglichte, ohne neuerliches Stimmen in allen Tonarten auf einem Tasteninstrument zu musizieren.
Synthesizer wiederum gestatten die Produktion einer unermesslichen Zahl von Instrumentalklangfarben, sodass nunmehr nicht nur alle Tonarten, sondern auch viele Klangfarben auf einem Tasteninstrument erklingen können, Illusion und Täuschung!
So ist es auch im Sinne Bachs denkbar, sein Wohltemperiertes Klavier nicht nur mit dem Kompromiss der temperierten Stimmung, sondern auch mit dem der elektro-akustischen Tonerzeugung aufzuführen.